Übersicht der Fächer im Gymnasium Sankt Matthias

Das Fach Deutsch steht mit Mathematik im Zentrum der neuen Abiturprüfung am achtjährigen Gymnasium und am Kolleg. Deutsch muss durchgängig belegt und verpflichtend schriftlich im Abitur abgelegt werden. Die Fachschaft Deutsch ist daher auch die zahlenmäßig größte Fachschaft an unserer Schule. Warum diese Wertschätzung des Faches Deutsch?

Gemäß den übereinstimmenden Expertenmeinungen vermittelt das Fach die zentralen Schlüsselqualifikationen, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn, ein erfolgreiches Studium und Erfolg im Berufsleben nötig sind. Fachspezifisches Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Allgemeinbildung fließen hier sinnvoll zusammen. Texte in deutscher Sprache müssen in allen Fachbereichen, in allen Studienrichtungen  und in allen Berufen erst einmal richtig verstanden und fehlerfrei verfasst werden. Die fehlerfreie Beherrschung der deutschen Hochsprache öffnet Türen und vermeidet Missverständnisse und Konflikte.

Das Fach Latein am Gymnasium und am Kolleg

Die folgenden Zeilen sollen Ihnen – gegliedert nach der Spracherwerbs- und der Lektürephase, die bei uns weitgehend mit der Kollegstufe identisch ist, – einen knappen Überblick über den Lateinunterricht an unserer Schule geben:

Spracherwerbsphase

Der Charakter unserer Schule als einer Einrichtung des Zweiten Bildungsweges bedingt es, dass die Spracherwerbsphase, die in einem Gymnasium des ersten Bildungsweges üblicherweise in vier (L1) bzw. drei Jahren (L2) durchlaufen wird, bei uns in der Regel in zwei Jahren absolviert wird. Der Vorteil: Hohe Stundenzahlen gerade in Latein und kleine Klassen, die eine individuelle Förderung und effektive Einübung des Stoffes ermöglichen, sichern, dass die Schüler nach Abschluss der Spracherwerbsphase – mit Eintritt in die Kollegstufe – über das sprachliche Rüstzeug verfügen, um die Originallektüre – eigenen Fleiß und entsprechendes Engagement freilich vorausgesetzt – gut bewältigen zu können. Im einzelnen verteilen sich die Lateinstunden pro Woche wie folgt auf die einzelnen Kurse bzw. Klassen:

Kolleg Wochenstundenzahl Gymnasium Wochenstundenzahl
Vorkurs K: 8 Vorkurs G: 6
Vorkurs AK: 7 Vorkurs AG: 7
Vorkurs BK: 5 Vorkurs BG: 5
I AK: 5 10: 4
I NK: 6 10 E: 6

Kein öder Grammatikdrill!

Mit Ausnahme von Klasse 10E und Kolleg NK I, wo das Lehrbuch „Prima brevis” Verwendung findet, arbeiten wir mit dem Lehrwerk “Cursus A”. 
Abwechslungsreiche und ansprechende Lesestücke sowie pfiffige Übungen ermöglichen einen auch inhaltlich anregenden Unterricht. 
Denn auch wenn in dieser Phase naturgemäß das Erlernen der Sprache im Mittelpunkt steht, so erschöpft sich der Lateinunterricht beileibe nicht in einer reinen Vermittlung von Grammatik und Wortschatz, sondern von Beginn an geht es auch darum, in alle Facetten römischer Kultur – vom Alltagsleben bis hin zur römischen Philosophie – einzuführen und ihr Fortwirken als einer der prägendsten Kräfte der europäischen Kultur bis in die Gegenwart offenzulegen.

Regelmäßige Fahrten zu Römerstätten in der näheren Umgebung – wie etwa nach Weißenburg oder nach Kempten – sollen die römische Kultur konkret vor Ort anschaulich machen.

Diese inhaltliche Ausrichtung des Unterrichts spiegelt sich übrigens auch in der Gestaltung der Schulaufgaben wider, die in der Regel zweigeteilt sind, d.h. aus einer Übersetzung und einem Zusatzteil bestehen, in dem Fragen zur Grammatik und zur Kultur gestellt werden.

Lektürephase in der Qualifizierungsphase

Mit der Einführung des neuen Lehrplans Latein entfällt die alte Zweiteilung in Grund- oder Leistungskurs: Latein wird einheitlich als vierstündiges Fach belegt.

Im Mittelpunkt steht dann ganz die Lektüre von lateinischen Originaltexten.
Die Lerninhalte laut Lehrplan sind die folgenden:

  • Ausbildungsabschnitt 11/1: Vitae philosophia dux – philosophische Haltungen

Thematik: Einführung in antike Philosophie und ihre Bedeutung für das abendländische Denken

Lektüre: Seneca und Cicero; ergänzend christliche Autoren (Laktanz; Augustinus etc.)

  • Ausbildungsabschnitt 11/2: Ridentem dicere verum – satirische Brechungen

Thematik: Überblick über die Vielfalt der lateinischen Dichtung aus der ironischen Perspektive repräsentativer Autoren

Lektüre: Petron (Satyrica); Horaz (Satiren); ergänzende Texte aus Mittelalter und Renaissance

  • Ausbildungsabschnitt 12/1: Nunc aurea Roma est – politische Perspektiven

Thematik: Auseinandersetzung mit dem Prinzipat des Augustus, um exemplarisch am Beispiel des goldenen Zeitalters unterschiedliche Bewertungen für historische Prozesse oder das Verhältnis von Kunst und Politik zu thematisieren

Lektüre: Vergil, Aeneis; Livius; ergänzend: Horaz, Oden; Tacitus, Annalen etc.

  • Ausbildungsabschnitt 12/2: Si in Utopia fuisses mecum – staatsphilosophische Entwürfe

Thematik: antike und neuzeitliche Staatstheorie; Auseinandersetzung mit der römischen Herrschaftsideologie

Lektüre: Cicero (De re publica); ergänzend: Augustinus (De civitate dei); Morus, (Utopia); Seneca (De clementia) etc.

Englisch in St. Matthias

Englisch ist die Fremdsprache Nr. 1 in der Welt und, obwohl wir in der Fachschaft nur zu dritt sind, auch hier bei uns in Waldram.

Die amerikanische Nationalflagge
Queen Elizabeth II.

Unser Selbstverständnis

Inhaltlich beruht der Englischunterricht auf drei großen Säulen. Wir befassen uns natürlich mit den Regionen und Ländern, in denen Englisch gesprochen wird auf einer landeskundlichen Ebene (z. B. Nationalparks in den USA, Rolle der Monarchie in Großbritannien, Apartheid in Südafrika, …). Da eine Fremdsprache ohne Texte nicht unterrichtbar wäre, ist der Umgang mit Literatur aller Art, aus unterschiedlichen Epochen und Regionen ein weiterer wichtiger Baustein. Vom Shakespeare Drama über informative oder witzige Prosatexte (Nick Hornby, J.K. Rowling), Zeitungs- und Magazinartikel, Videoclips bis hin zu Poetry ist alles vertreten; ganz, komplett und lang oder nur in Auszügen. Aber Englisch will natürlich nicht nur gelesen und gehört werden. Last, but not least sollen Sie bei uns Ihre Sprechfertigkeit miteinander und mit der Welt Schritt für Schritt ausbauen.

Unterricht

Vorkurse:

Hier erhalten Sie je nach Laufbahn ein unterschiedlich ausführliches Repetitorium, das der Angleichung an das gymnasiale Niveau der 10. Jahrgangsstufe dient (Niveau B1+). So werden in Vorkurs A und B in zwei Jahren, in G oder K nur einjährig die wichtigsten Grammatikkapitel wiederholt und der eventuell verschütt gegangene Wortschatz wieder reaktiviert bzw. neu aufgebaut. In K erhalten Sie zwei Wochenstunden mehr als in G, weil Ihre Schulzeit meist schon etwas länger zurückliegt.

10/10E/I:

Diese Jahrgangsstufe bildet das Gelenk zur Q-Phase. Mit Inhalten wollen wir Sie hier nicht langweilen, die können Sie im Lehrplan nachlesen (https://www.isb.bayern.de/gymnasium/lehrplan/ gymnasium /fachprofil-ebene-2/englisch-erste-fremdsprache/309/). Nur so viel: eine der vier Schulaufgaben ist hier mündlich. Sie dürfen in Zweier- oder Vierergruppen debattieren oder im Rahmen eines Rollenspiels Ihre Sprechfertigkeit unter Beweis stellen. Dazu kommt eine von Ihnen ausgewählte Lektüre als Ganzschrift. Zwischen Kolleg und Gymnasium besteht kein Unterschied.

FOS:

In unserer zweijährigen Fachoberschule für Sozialwesen liegt der Schwerpunkt auf so genannten Lernsituationen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in der englischsprachigen Welt zurecht zu finden, indem sie Plakate erstellen, an Debatten teilnehmen, Materialien auswerten, Interviews führen oder Artikel schreiben. Die Sachthemen sind vielfältig, von Tourismus über Ernährung zu Immigration und Umweltschutz. Die FOS fordert Schüler und Lehrer durch das hohe Lerntempo und die Praktika. Gleichzeitig bietet sie den Lehrern Bezüge zur Berufswelt und Raum zur Gestaltung.

Warum überhaupt Altgriechisch lernen?

  • Griechische Wörter leben in der deutschen Alltags- und Fachsprache weiter, wie zum Beispiel in Schule, Mathematik, Problem, Diskothek, Kino, Technik, Kardiogramm. Manche philosophischen Fachbegriffe können nur mit Kenntnis des griechischen Ursprungswortes richtig verstanden werden, wie Metaphysik oder Ontologie.
  • Das Graecum ist für einige Studiengänge Voraussetzung (Theologie, Archäologie, Philosophie, Klassische Philologie).
  • Mit Altgriechischkenntnissen kann Neugriechisch viel leichter gelernt werden. Alt- und Neugriechisch sind sich ähnlicher als etwa Latein und Italienisch
  • Wie Sie aus den unten stehenden Lerninhalten ersehen können, ist Griechisch ein Schlüsselfach europäischen Denkens und europäischer Kultur.
  • Die griechische Literatur zeigt uns den Weg vom Mythos zum Logos, der Mensch entdeckt sich selbst.

Sankt Matthias ist neben dem Theresianum in Bamberg das einzige Gymnasium und Kolleg des zweiten Bildungswegs in Bayern, an dem Sie Griechisch lernen können.

Im Gymnasium belegen Sie Griechisch als dritte Fremdsprache in Klasse G oder B und in Klasse 10 mit jeweils 5 Wochenstunden. Am Ende von Klasse 10 können Sie mit einer Feststellungsprüfung das Graecum erwerben.

Im Kolleg können Sie zwischen Englisch und Griechisch als zweiter Fremdsprache wählen. Wenn Sie sich für Griechisch entscheiden, erhalten Sie in Klasse K und in Kolleg I zusammen mit den Gymnasiasten jeweils 5 Wochenstunden Griechischunterricht.

In dieser Spracherwerbsphase wird mit dem 2006 neu herausgegebenen Unterrichtswerk Kairos gearbeitet. In insgesamt 90 Lektionen lernen Sie die griechische Schrift und Lautlehre sowie die für die spätere Lektüre notwendigen Sprachkenntnisse. In den Lektionstexten werden griechische Mythologie und Geschichte, Alltagsleben und politisches Denken der Griechen, griechische Philosophie, Religion, Wissenschaft und Kunst vorgestellt. Einen gewissen Zielpunkt in Band 2 stellt die Gestalt des Sokrates dar, sein Fragen und Wirken in Athen und sein Beitrag zum abendländischen Philosophieren.

In der Kollegstufe können Sie Griechisch als vierstündiges Fach belegen. Dort lernen Sie unter dem Rahmenthema „Die Selbstfindung des Menschen“ die Wurzeln der europäischen Kultur und Geistesgeschichte kennen und setzen sich mit bedeutenden Werken der Weltliteratur im Original auseinander.

Die Lerninhalte laut neuem Lehrplan sind folgende:

Jahrgangsstufe 11

11.1 Homer, Ilias Sprache und Weltsicht
Inhalt und Komposition
Homerisches Menschen- und Götterbild
Archäologische Hintergründe
11.2 Frühgriechische Lyrik Sprache und Wesen der frühgriechischen Lyrik
Der Beginn der Selbstfindung des Menschen
11.3 Vorsokratiker Anfänge einer Wissenschafts- und Fachsprache
Neuer Ansatz der Weltbetrachtung
Spannung von Werden und Sein
11.4 Sophisten Aufklärerische Positionen der Sophisten
Rechtstheorien der Sophisten
11.4 Platon, Apologie
des Sokrates
Sokrates’ Nähe zu den Sophisten
Sokrates in der Auseinandersetzung
mit sophistischen Positionen

Jahrgangsstufe 12

12.1 Sophokles, Antigone Die griechische Tragödie
Der Mensch im Konflikt zwischen Anpassung
und Widerstand
12.2 Thukydides, Der
Peloponnesische Krieg
Stellung und Bedeutung des Logos Epitaphios
Die attische Demokratie
Der Anspruch Athens als geistige Führungsmacht
Athens Großmachtpolitik
Archäologische Zeugnisse
12.3 Platon, Politeia Einblick in Platons Politeia
Die Ideenlehre als Hintergrund
des platonischen Staatsmodells
Das platonische Staatsmodell

Ausführlich kann der Lehrplan Griechisch nachgelesen werden unter www.isb.bayern.de.

Unter www.digitale-schule-bayern.de finden Sie ein paar Übungen zum Deuten von Fremdwörtern und Zuordnungsübungen zu griechischen Götternamen.

Bienvenue sur le site de français de St. Matthias

Französisch am Kolleg St. Matthias

Französisch kann am neusprachlichen Zweig des Kollegs als 2. Fremdsprache gewählt werden.
Im 1. Schuljahr (Kolleg I NK) umfasst der Französischunterricht sechs Wochenstunden. Im 2. und 3. Schuljahr (Kolleg II und III) hat das Fach 4 Wochenstunden.
Im Unterricht verwenden wir das moderne, vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus zugelassene, dreibändige Lehrbuch “Génération Pro”. Es enthält vor allem Themen für junge Erwachsene, z.B. die Jobsuche, das Wohnen in einer WG usw., und ist somit gut auf Schülerinnen und Schüler des Kollegs abgestimmt.

Französisch am Gymnasium St. Matthias

  • Im Einführungskurs:
    Französisch kann als 2. Fremdsprache belegt werden, und zwar

    • als fortgeführte Fremdsprache, wenn die Bewerberinnen und Bewerber in der Realschule die Wahlpflichtfächergruppe IIIa belegt und damit 15 Wochenstunden Französisch besucht haben.
    • als neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache, wenn kein Unterricht im oben beschriebenen Umfang besucht wurde.
  • Bewerberinnen und Bewerber für den Vorkurs G, die in der Realschule die Wahlpflichtfächergruppe IIIa belegt und damit 15 Wochenstunden Französisch besucht haben, können am Spätberufenengymnasium St. Matthias Französisch als 3. Fremdsprache wählen.
    Sie haben damit die Sprachenfolge Latein, Englisch, Französisch.
    Im gymnasialen Vorkurs G umfasst der Unterricht  3 Wochenstunden, in denen der Kenntnisstand der Schülerinnen und Schüler vertieft wird und die Voraussetzungen für Besuch des Französischunterrichts in der Oberstufe des Gymnasiums gelegt werden.
    Wie im Einführungskurs bei fortgeführtem Französisch setzen wir im Vorkurs den 3. Band “Passerelle” der neuen Ausgabe des “Cours intensif” ein.

Gymnasium und Kolleg St. Matthias sind DELF-Partnerschulen

Das DELF (Diplôme d’Etudes en langue française) ist ein Zertifikat, das gemäß den Stufen des  Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens Französisch-Schülern entsprechende Sprachkenntnisse bescheinigt.
Es wird letztlich vom Französischen Erziehungsministerium verliehen und trägt daher dessen Siegel.

  • Als DELF-Schule können wir die Prüfungen, die vom “Institut français” organisiert werden, in unserem Haus durchführen.
  • Wir bieten die Niveaus A2, B1 und B2 an.
  • Diejenigen, die Niveau B2 nachweisen können und an einer französischen Universität ein Studium aufnehmen wollen, sind von der für Ausländer obligatorischen Sprachprüfung befreit.

Seit dem Schuljahr (2012/2013) wird am Gymnasium St. Matthias Russisch als dritte Fremdsprache unterrichtet.

Sie können Russisch im gymnasialen Vorkurs G oder BG als dritte Fremdsprache wählen.

Wie in anderen modernen Fremdsprachen dient zur Vermittlung aktuelles Lehrmaterial. Wir verwenden das Lehrbuch Привет! (“Privet” heißt “Hallo”), das 2009 herausgegeben wurde und somit landeskundlich aktuell ist.

Warum gerade Russisch als dritte Fremdsprache?

Die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland in den Bereichen Kultur, Touristik und Wirtschaft werden immer enger und umfangreicher und die Kenntnis der russischen Sprache eröffnet Ihnen einen Kulturkreis, der sich geographisch gesehen über weite Teile Osteuropas und Asiens erstreckt. Mit einer Fläche von 17 075 400 Quadratkilometern ist Russland das größte Land der Welt.

Russisch wird von etwa 200 Millionen Menschen auf dem Territorium der ehemaligen UdSSR gesprochen, d. h. mit Russisch kann man sich nicht nur in Russland, sondern auch in der Ukraine und Weißrussland, Kasachstan, Litauen, etc. verständigen.

Vor allem die kulturellen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland haben eine lange Tradition und mit der Hilfe der russischen Sprache bekommen Sie einen Zugang zum Leben in Russland und zur russischen Literatur.

Die russische Sprache bringt Ihnen auch andere slawische Länder und Sprachen näher und Russischkenntnisse sind eine hervorragende Basis zum Lernen weiterer slawischer Sprachen wie Polnisch, Tschechisch oder Ukrainisch.

Außerdem öffnet Russisch für Sie die Türen zu allen möglichen Bereichen des Universums – egal ob es unschätzbar wertvolle Kunstwerke, Musik oder Sport geht, ob es die Ereignisse der Weltgeschichte damals und heute betrifft oder es sich um die Weltraumforschung oder neue Geschäftsmöglichkeiten handelt – Sie werden vieles besser verstehen können, wenn Sie Kenntnisse der russischen Sprache besitzen.

Wer mehrsprachig ist, hat in der heutigen Welt größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, und es ist sicherlich von Vorteil, neben westlichen Sprachen auch eine slawische Sprache zu erlernen.
Gerade in unserer Gegend haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Sprachkenntnisse aktiv anzuwenden. Wir begegnen fast jeden Tag Mitbürgern, die über einen Russischsprachigen Hintergrund verfügen.
Russisch hilft Ihnen, eine neue Welt zu entdecken.

Ist Russisch schwer?

Jede neue Sprache ist “schwer”, aber im Prinzip ist Russisch nicht schwieriger als andere Sprachen.
Die russische bzw. kyrillische Schrift ist bei weitem nicht so kompliziert, wie sie auf den ersten Blick scheint und die Sprachstruktur ist sehr logisch und klar. Allerdings muss man viel lernen und fleißig üben, damit man grammatikalisch richtig sprechen und schreiben lernt.

Außerdem ist die Aussprache für uns deutsche nicht leicht und das Russische verfügt über einen außerordentlich großen Wortschatz.
Allerdings gibt es auch sehr angenehme Erscheinungen: zum Beispiel existiert kein Artikel und man kann das Geschlecht normalerweise an der Endung erkennen.
Falls Sie Russisch als dritte Fremdsprache wählen, wird viel Arbeit auf Sie zukommen, aber “schwerer” als andere Sprachen ist Russisch nicht.

Die Fachschaft Chemie: Benjamin Ahr, StR i.K. und Hans Bobe, OStR i.K. (Fachbetreuer)

Jahrgangsstufe Vorkurs AK / AG Vorkurs BK / BG Vorkurs K Vorkurs G Kolleg I KLasse 10 Q 11 / Kolleg II Q 12 / Kolleg III FOS 11 FOS 12
Wochenstunden 3 2* 3 2 3 3 2

*nur ein Halbjahr

Unterrichtsmaterialien

Die Schüler des Gymnasiums und des Kollegs verwenden bis zur 10.Klasse/Kolleg I die Schulbücher Galvani Chemie S1 und S2, und in der Oberstufe die Schulbücher Galvani Chemie 11 und 12. Für die FOS gibt es kein zugelassenes Schulbuch, sodass wir zu jedem Thema das entsprechende gymnasiale Buch einsetzen.
Des Weiteren verwenden wir als zugelassene Hilfsmittel das Periodensystem der Elemente, eine naturwissenschaftliche Formelsammlung und auch einen Taschenrechner.

Leistungsnachweise

In den Vorkursen werden pro Halbjahr 2 Kurzarbeiten geschrieben. In 30 Minuten müssen Sie dabei schriftlich Fragen aus den vergangenen 10 Unterrichtsstunden bearbeiten. Ab der 10 Klasse wird pro Halbjahr eine Schulaufgabe geschrieben. Dabei wird der gesamte bisher behandelte Stoff abgefragt. Schulaufgaben dauern 60-90 Minuten.
Neben diesen großen Leistungsnachweisen fallen noch zahlreiche kleine Leistungsnachweise an: Stegreifaufgaben und Rechenschaftsablagen über den Stoff der vergangenen Stunde, sowie Unterrichtsbeiträge, Referate und auch praktische Arbeiten.

Lehrplan Chemie

Die aktuell gültigen Lehrpläne können über die entsprechenden Links geöffnet werden.

Links zu den Lehrplänen:

Vorkurs B: https://www.isb.bayern.de/gymnasium/lehrplan/gymnasium/fach-jahrgangsstufenlehrplan-ebene-3/chemie-sg-mug-wsg/9-jahrgangsstufe/121/

Vorkurs G: https://www.isb.bayern.de/gymnasium/lehrplan/gymnasium/fach-jahrgangsstufenlehrplan-ebene-3/chemie-sg-mug-wsg/9-jahrgangsstufe/121/

Kolleg I: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=27275

Klasse 10: https://www.isb.bayern.de/gymnasium/lehrplan/gymnasium/fach-jahrgangsstufenlehrplan-ebene-3/chemie-sg-mug-wsg/10-jahrgangsstufe/120/

Q11/II: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26195

Q12/III: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26195

FOS 11: http://www.lehrplanplus.bayern.de/fachlehrplan/fos/11/chemie/s

Links zur Chemie

Folgende Internetseiten könnten Sie als interessierten Naturwissenschaftler interessieren:

1. Naturwissenschaftlicher Unterricht:

Thomas Seilnacht: http://www.seilnacht.com/

Prof. Blumes Bildungsserver: http://www.chemieunterricht.de/dc2/

2. Videos:

Chemie macht Spaß: https://www.youtube.com/user/TheSimpleChemics

3. Chemie und Leben:

Radioaktivität in Deutschland: https://odlinfo.bfs.de/DE/index.html

Atombombenexplosionen seit 1945: https://www.youtube.com/watch?v=sqm0iU1sjz0

Lebensmittel-Zutaten: http://www.zusatzstoffe-online.de/home/

Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/

fachschaft-biologie

Die Fachschaft Biologie:

Dr. Thomas Barz, Hans Bobe, Claus Pointer (Fachbetreuer)

Die aktuell gültigen Lehrpläne im Fach Biologie

Links zu den Lehrplänen:

Lehrplan Klasse 10
Lehrplan Klasse 10e
Lehrplan Vorkurse A+B
Lehrplan Vorkurs G
Lehrplan Vorkurs K

Virtuelles Wasser – eine Ausstellung

Wasser ist das wertvollste ökologische Gut, das wir täglich in allen Lebensbereichen nutzen. Sein Verbrauch hat in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Waren es 1991 noch 144 l Wasser, die in Privathäusern pro Person täglich verbraucht wurden, so sind es heute nur 124 l. Die Entwicklung ist begrüßenswert, doch sie sagt nich die ganze Wahrheit über unseren Wasserverbrauch aus. Er ist in Wirklichkeit viel höher, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Der weitaus größte Anteil unseres täglichen Wasserverbrauchs ist in den Lebensmitteln, unserer Kleidung oder anderen Produkten versteckt, die wir täglich nutzen. Die Klassen 10 und Kolleg I (siehe Bild “Ausstellungsmacher”) haben sich im März 2017 darüber Gedanken gemacht und eine kleine Ausstellung konzipiert. Dieses nicht sichtbare Wasser, das sog. virtuelle Wasser, sichtbar zu machen, war das Ziel der Ausstellung. So konnte man z.B. nachlesen, dass für die Produktion 1kg Rindfleisch 15500 l Wasser notwendig sind, für die Herstellung von 1kg normalem Papier 2000 l und für 1kg Recyclingpapier “nur” 20 l. Durch unser Konsumverhalten liegt unser Verbrauch an virtuellem Wasser pro Person bei 4000 l täglich. Dafür sollte die Ausstellung etwas sensibilisieren und zum Wassersparen anregen.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgte auf ungewöhnlichem Weg über die Klassen 10 und K I über die Lautsprecheranlage der Schule. Der Text wurde von  Eduard Schweighardt und Marcus Reiners erstellt. Die Durchsage erfolgte durch Josef Gruber:

“Salvete discipuli! Lateinlehrer würden jetzt fragen was das für ein Kasus sei, ich sag Euch es ist der Wasserfall – erkennt man ja auch am Hintergrundgeräusch. Aber warum diese Durchsage? Wir, die Klassen 10 und Kolleg I, haben mit Herrn Pointner eine Ausstellung zum Thema “Virtuelles Wasser” erstellt. Was erwartet…was erwartet….ach Wasser wartet! Aber wo? Wenn ihr Euren virtuellen Durst löschen wollt, könnt Ihr Euch einen kleinen oder einen großen Überblick verschaffen. Geht einfach in Richtung Physik- oder Chemiesaal und schaut auf die Rückseite des Fahrstuhls. Dort könnt Ihr Euch berieseln lassen, denn wir bieten Euch alles Wasser wollt! Deshalb sagen wir Wasser marsch und viel Spaß beim informieren. Jetzt muss ich aber aufhören, sonst ertrinke ich hier noch.”

Umweltausstellung – Glänzende Aussichten

Hitzetote in Pakistan, Überschwemmungen in Russland, Dürren in Kalifornien, Ernteverluste und ein Jahundertwein im Rheingau, das war 2015, eines der wärmsten Jahre seit Aufzeichnung. Weltweit sind derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht, ca. 800 Millionen sind vom Hungertod bedroht. Jedes Jahr kommen 500 Milliarden Plastikflaschen in den Handel und und und. Diese einführenden Worte bei der Ausstellungseröffnung im Juli zeigen grob die Thematik der Karikaturen, die im Erd- und Obergeschoß der Schule zu besichtigen waren. “Glänzende Aussichten” ein, etwas sarkastischer Titel angesichts der Vielzahl an Problemen, mit denen wir, sprich die Menschheit, unseren Planeten konfrontieren. Wir lesen es täglich in der Presse: vor ein paar Tagen ist in der Antarktis einer der größten je beobachteten Eisberge vom Schelf abgebrochen: 5800 km2. Das entspricht ungefähr 7x der Stadtfläche Berlins. Ein großer Eisberg, der da rumschwimmt. In der Arktis schmilzt Eis, das macht manchen aber nichts, im Gegenteil, man freut sich auf neue, problemlose Wasserwege für die Containerschiffe. Konzipiert von Misereor und dem Erzbistum Bamberg haben sich 40 Karikaturisten mit drängenden Themen wie Hunger, Durst, Ernährung, Konsum, Flucht, Klimawandel, Mobilität, Müll und Energie beschäftigt. Entstanden sind 99 Karikaturen, die bewegen, zum Denken anregen, die eigene Einstellung reflektieren lassen, zu Änderungen im Verhalten aufrufen.

Das Schöne dabei ist, dass es möglich ist, bei aller Ernsthaftigkeit der Thematik, schmunzeln zu können. Es gab Informationen über die Karikaturisten, Fakten zu den Themen und auch Ausstellungskataloge sind für 5.- im Sekretariat zu haben. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Hohenadl, der mit mir die Bilder in Bamberg holte und sie auch an die Wand brachte.

Claus Pointner

La Buena Vida – St. Matthias geht ins Kino

Am 26.07.16 traf sich die ganze Schulgemeinschaft morgens vor dem Wolfratshausener Kino. Wir hatten beide Säle für eine Sondervorstellung gemietet.

Der Film “La Buena Vida” erzählt die Geschichte einer Dorfgemeinschaft in Kolumbien, die in und mit der Natur leben. Ihr Leben ist gefährdet, weil sich die Kohlmeine “El Cerrejon” im Tagebau in ihr Land frisst. Diese Mine ist mit 700 km2 der größte Kohletagebau der Welt. Kolumbien ist Deutschlands größter Kohlelieferant. Wir bewerkstelligen damit einen Teil unserer Energiewende und können unsere Bergbaugebiete stilllegen. Der Dokumentarfilm macht auf bedrückende Weise aufmerksam, wie auf Kosten unseres Wohlstands vielen Menschen die Lebensgrundlage in anderen Teilen der Welt entzogen wird. Diese nachdenkliche Botschaft erreichte auch unsere Schulgemeinschaft. Nach dem Ende des Films dauerte es einige Zeit, bis die Gespräche wieder begannen.

Claus Pointner

Das Fach Geschichte wird in jeder Jahrgangsstufe unterrichtet, es wird verpflichtend bis zum Abitur belegt und überwiegend gehen die Leistungen auch in die Abiturnote ein.

Geschichtliches Wissen wird in fast jedem Fach verlangt, daher wird es unter Missachtung der Eigenständigkeit oft als Hilfswissenschaft in Anspruch genommen. In Umkehrung dieser Vorstellung kann Geschichte aber auch viele Hilfswissenschaften heranziehen.

Wer Geschichte nicht verstanden hat, wer sie nur durch Jahreszahlen und Faktenwissen definiert, aber Geschichte gibt Maßstäbe, Begriffe und Systeme, um die Vergangenheit zu hinterfragen und für die Gegenwart nutzbar zu machen.

Im Geschichtsunterricht arbeiten wir mit Quellen vielfältiger Art, mit Kartenmaterial, Karikaturen, Bildern, Texten aller Art, aber immer auch mit Menschen, im Idealfall mit Zeitzeugen, und auch vor Ort, was besonders in Waldram leicht ist.

Die Musik spricht für sich allein.
Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.

Musik hören und erleben kann jeder, und damit ist nicht gemeint, sich einfach mit einem Ohrstöpsel zu vereinigen und sich dauer-musikhörend von der Welt abzukapseln. Kein anderes Medium greift so direkt und indirekt, bewusst und unbewusst in unser Denken und Handeln ein wie die Musik, positiv wie auch negativ.

Mit Musik gehts leichter …

Musik ist ein Raum von Emotionen, ein Darstellen und Ausdrücken von Seelen- und Gefühlszuständen.

Musik ist eine Lehre der Äathetik und der Architektur: Musik funktioniert nach Bauplänen und Mustern, und unabhängig von dem Begriff der Musikalität kann jeder Mensch dieses System verstehen und für sich und seinen Umgang mit Musik verwenden.

“Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an …”

Wer dann noch Lust bekommt, auch praktisch Musik zu machen, dem stehen in St. Matthias viele Wege offen: im Chor, in der Schola, im Instrumental-Ensemble oder im Erlernen eines Instruments. Denn noch mehr Spaß als Musik alleine zu hören, macht es, gemeinsam zu musizieren!

Die Zitate rund um die Kunst ranken sich.
Sonst meint der Eine, Kunst sei zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens, ein Anderer wiederum, Kunst sei zwar schön, mache aber viel Arbeit.

Umstritten ist: Kunst bildet!

Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass Kunst als Unterrichtsfach nur dem Ausgleich des rein kognitiven Lernens diene. Kompensationsfach Kunst. Entspannung und spaßige Abwechslung zum schweißtreibenden Schulalltag.

Das heißt nicht, dass Kunst keine freudenvolle Angelegenheit sein soll. Im Gegenteil.

Erst wenn Kunst nicht bloß als spaßiger Ausgleich betrieben wird, sondern in Form einer inneren Auseinandersetzung mit einem Thema, kann sie Quelle echter Freude und tiefer Erfüllung werden.

Denn Kunst bietet viel mehr als richtungsloses Ausagieren, Basteln mit Materialien und Malen mit Utensilien. Echtes kreatives tun fördert die Konzentration, dass Formgefühl und die Vorstellungskraft.

Kunst ist Hingabe, Ideenreichtum, Schöpfungskraft und Kreativität. Die Beschäftigung mit ihr schult das ästhetische Empfinden.

Nur ein kreativer Mensch ist frei.

In Sankt Matthias wird Kunst in Form vom Kunstgeschichte und -theorie unterrichtet und als kreatives Fach. Im praktischen Teil lernen die Schüler unterschiedlichste Techniken und Materialien wie Malen, Zeichnen, Drucken, Bauen, Schnitzen und Plastiezieren kennen.

Im Sankt Matthias wird Kunst derzeit in den Klassen 10, 10E, 11 und 12 unterrichtet. Kollegiaten sind ebenfalls willkommen!
Außerdem gibt es ab dem Schuljahr 2015/2016 erstmals ein W-Seminar zum Thema “Typus oder Individuum: Sind wir wir selbst?” und ein P-Seminar zum Thema “Minimalbehausung oder Flucht-Punkt aus diesem Fachbereich.

Als Abiturfach wird es in Form eines Kolloquiums geprüft.