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Start-up-Days mit neuen Klassen

Herzlich willkommen in St. Matthias!

Gruppenfoto des Vorkurses A

Gruppenfoto des Vorkurses A

- Street-Art "Gott ist wie...": Kreative Reflexion des Gottesbildes

Nicht selbsterklärend: Fragen der SchülerInnen zum Kirchenraum in St. Matthias

- Street-Art "Gott ist wie...": Kreative Reflexion des Gottesbildes

– Street-Art “Gott ist wie…”: Kreative Reflexion des Gottesbildes

Nicht selbsterklärend: Fragen der SchülerInnen zum Kirchenraum in St. Matthias

Interview zum Kennenlernen beim Start-up Day

“Man stärkt den Klassenzusammenhalt, weil man die anderen besser kennenlernt und ihre Meinung hört.“ – So lautet das Fazit eines Schülers, der an den Start-up Days für alle neuen Klassen der Schulen St. Matthias teilgenommen hat.
Jede der drei neuen Klassen hatte einen Vormittag Gelegenheit, sich abseits der schulischen Verpflichtungen unter der Anleitung der Religionspädagogischen Leiterin, Sabrina Niehenke, besser kennenzulernen.
Zu Fragen wie „Worauf bist du in deinem bisherigen Leben stolz?“ und „Wie beschreibst du dein Leben in drei Worten?“ wurden die Schülerinnen und Schülern zu Reportern und interviewten sich gegenseitig. Obwohl sich viele schon aus ihren früheren Schulen kannten, waren dennoch neue Informationen und einige Überraschungen dabei.
Auch das katholische Profil der Schulen St. Matthias spielte eine wichtige Rolle an diesem Vormittag. Mit Klebezetteln und Kugelschreibern ausgestattet erkundeten die Klassen den Kirchenraum und stellten Fragen zu allem, was dort nicht selbsterklärend ist. Der persönliche Bezug zu Glaube und Kirche wurde kreativ und im Gespräch thematisiert und in aller Offenheit diskutiert. „Der Glaube kann so besser verstanden werden und man lernt mehr über die anderen und auch über sich selbst“, fasst es eine Schülerin rückblickend zusammen.
Abschließend nahm sich der Stiftungsdirektor, Prof. Dr. Joachim Burkard, noch Zeit, alle Fragen zur Kirche und dem Leben als Priester zu beantworten. Der Vormittag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal.

Sabrina Niehenke

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23. September 2017: 90 Jahre St. Matthias

Am Samstag, den 23. September, blickt die Einrichtung St. Matthias auf ihr 90-jähriges Bestehen zurück. Die katholische Schule in Waldram ist damit die älteste Einrichtung des zweiten Bildungswegs in Bayern. Zu ihr zählen ein Spätberufenengymnasium, ein Kolleg, eine Fachoberschule und ein Wohnheim.
Die Schulgemeinschaft aus Schülern, Lehrern und Mitarbeitern hat anlässlich ihrer Jubiläumsfeier zahlreiche Gäste eingeladen, aus dem kirchlichen und staatlichen Schulwesen, dem Ordinariat des Erzbistums, an dessen Spitze seinen Leiter Kardinal Reinhard Marx, Vertreter der Lokalpolitik und die ehemaligen Absolventen der Schule.

Zunächst wird Kardinal Marx den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Josef der Arbeiter zelebrieren. An das gemeinsame Mittagessen auf dem Schulgelände schließt sich der offizielle Festakt in der Aula an. Am Nachmittag bleibt den Gästen beim Ehemaligentreffen ausreichend Zeit für das Wiedersehen und den Austausch mit früheren Klassenkameraden. Das Programm schließt mit einem Konzert des Tenors Christoph Rebelein (Abitur 2004) in der Aula.

Das Fest wird auch Gelegenheit geben, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. In den vergangenen zwanzig Jahren wurde sehr vieles getan, um die Einrichtung für künftige Herausforderungen im Bildungswesen und in der Gesellschaft zu rüsten:
Nach der Modernisierung des Spätberufenenseminars zwischen 1999 und 2007 konnte die Schule im November 2011 in einen modernen, ganz ökologischen Neubau umziehen. Außerdem steht das ehemalige Seminar seit 2016 allen volljährigen Schülerinnen und Schülern offen, die eine christliche Lebens- und Lerngemeinschaft suchen. Nicht zuletzt wegen der Leistung des Seminars, aus dem heraus sich über 400 Abiturienten für den Priesterberuf entschieden haben, steht der Begriff „Waldram“ in kirchlichen Kreisen und darüber hinaus für geistliche Orientierung, christlich orientierte Werteerziehung und eine solide Ausbildung zum Abitur. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Als jüngste Neuerung ist seit Beginn dieses Schuljahres der Einrichtung eine staatlich genehmigte Fachoberschule mit der Ausbildungsrichtung Sozialwesen angegliedert.

Artikel vom 23.9.2017

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Obstbaumpaten gesucht!

ist ein Projekt des Erzbistums München und Freising, an dem sich alle 21 Schulen der Erzdiözese beteiligen. Ziel ist es, Elemente des Umweltmanagements an den Schulen einzuführen. Dazu versucht ein stabiler Kern von Schülern, Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern die Nachhaltigkeitsleitlinien der Diözese umzusetzen. Es sollen langfristige und nachhaltige Konzepte entwickelt werden, die in den Schulalltag einfließen, und welche der Schule ermöglichen, mehr Einfluss auf die Bewahrung der Schöpfung zu nehmen. In den Schülern und Lehrern soll das Bewusstsein für ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Verhalten gestärkt werden.

Im Fokus stehen dabei zunächst verschiedene Handlungsfelder, wie z.B. Energie, Gebäude und Außenanlagen, Wasser und Abwasser, Müll und Hausreinigung, Einkauf, Ernährung, Mobilität und Kommunikation. Mit finanzieller und fachlicher Unterstützung durch das EOM bearbeitet jede Schule Handlungsfelder im Rahmen eines selbst definierten Projektes. Durch die Vernetzung mit allen anderen Teilnehmern besteht für jede Arbeitsgruppe die Möglichkeit, von den Erfahrungen der anderen Mitstreiter zu profitieren, um das Projekt voranzutreiben. Das EOM fördert jede teilnehmende Schule mit bis zu 1500 € pro Schuljahr.

Unser Umweltteam entschied sich zunächst für den Bau eines Klassenzimmers im Grünen und die Anlage einer Obstbaumplantage auf dem Schulgelände. Für die Wahl des Handlungsfelds Außenanlagen gibt es gute Gründe:

Unser aller Auftrag, die Schöpfung zu bewahren – also nachhaltig zu leben –, verlangt von uns allen Naturverbundenheit. Wie könnte eine Schule dieses Grundgefühl besser vermitteln als mit Unterricht direkt in der Natur? Die Außenanlagen tragen wohl wesentlich zur sozial-emotionalen Bildung der Schüler bei. Unser Pausenhof soll nicht nur der Ort sein, an dem man sein Butterbrot verspeist, sondern auch der Ort der körperlichen Erholung, der geistigen Erfrischung und der emotionalen Belebung.

Unser Umweltteam plante also, den jungen Schulgarten in diesem Sinne zu ergänzen. Nach antikem Vorbild sollte ein kleines Steintheater aus heimischen Jurakalksteinen entstehen, in dem sowohl ein Freiluftkonzert oder –theater, als auch regulärer Unterricht mit einer Klasse möglich ist. Eine mobile Tafel, Sonnenschutz, bequeme Sitzkissen und dazugehörige Klemmbretter für die ordentliche Heftführung inklusive. Der Gedanke des „Klassenzimmers im Grünen“ war geboren.

Obstbäume, die wie kein anderer Baum den Nachhaltigkeitsgedanken verkörpern, werden unser Klassenzimmer im Grünen flankieren, dabei soll die Baumanzahl dieser Plantage stetig wachsen. Die ersten Exemplare konnten schon gepflanzt werden. Gemäß der Idee der Verantwortungsübernahme für die Natur wurden die Obstbäume von Paten gestiftet, deren Namen auf Schildern unter dem Baum zu lesen sind. Das Umweltteam hofft auf weitere Lehrer, Schüler, Angestellte, Ehemalige, Nachbarn und Freunde der Schule, die durch eine Obstbaumspende zum Anwachsen der Plantage beitragen wollen und sich damit zum Erhalt der Schöpfung bekennen.

Die konkrete Planung der Anlage startete im Januar 2017, parallel dazu wurde in der Region um Finanzierungspartner geworben. Ende April war die stolze Spendensumme von 12.600€ erreicht und der Bau konnte beginnen. Vielen Dank den Spendern!!

Mit Hilfe einer Gartenbaufirma und vielen Schülern, Lehrern und Hausangestellten konnte das Projekt im Ganzen zügig umgesetzt werden, sodass wir am 18. Juli 2017 die Einweihung des KIG feiern können.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ist dieses Projekt zwar jetzt geschafft, es soll aber ständig weiterentwickelt werden. So ist bereits die Erweiterung der Anlage geplant, beispielsweise sind eine Kräuterschnecke, eine Boulebahn, eine Imkerei und sogar ein „hängender Garten“ im Gespräch.

Hans Bobe, Andreas Gleixner,

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“Geistige Erfrischung” auf dem Pausenhof

„Kirchliche Schulen übernehmen Schöpfungsverantwortung“ heißt das Projekt des Erzbistums München und Freising, an dem sich 21 Schulen beteiligen. Für Claus Pointner, Schulleiter des erzbischöflichen Spätberufenenseminars St. Matthias, stand sofort fest: „Da melden wir uns an.“ Am Dienstagvormittag weihten Schüler, Lehrer, Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Stadträte und Sponsoren nun bei strahlendem Sonnenschein das grüne Klassenzimmer ein.
Projektleiter Hans Bobe räumte in seiner Ansprache ein, dass er bei der ersten Anfrage von Pointner zunächst nicht in spontane Begeisterung ausgebrochen sei. „Noch ein unbezahlter Nebenjob?“, fragte sich der Oberstudienrat. Doch dann las er sich das Konzept genauer durch und fand schnell engagierte Schüler.
Das neu formierte Umweltteam entschied sich zunächst für den Bau eines Klassenzimmers im Grünen und die Anlage einer Obstbaumplantage auf dem Schulgelände. „Unser Pausenhof soll nicht nur der Ort sein, an dem man sein Butterbrot verspeist“, betonte der Chemielehrer. „Es soll auch ein Ort der körperlichen Erholung, der geistigen Erfrischung und emotionalen Belebung sein.“
So entstand eine aus Jurakalkstein gefertigte Theatertribüne, die an antike Vorbilder erinnert. Eine mobile Tafel, Sonnenschutz, bequeme Sitzkissen und hölzerne Klemmbretter sorgen dafür, dass die Schüler dort unter nahezu idealen Bedingungen arbeiten können. „Neben regulärem Unterricht können hier auch Freiluftkonzerte oder Theateraufführungen stattfinden“, wünscht sich Bobe.
Auch einige Obstbäume sind bereits gepflanzt. Weitere sollen folgen. Schulleiter Claus Pointner und drei andere Lehrer übernahmen dafür bereits Patenschaften.
Nach der kirchlichen Segnung durch Stiftungsdirektor Prof. Dr. Joachim Burkard dankte Projektleiter Bobe allen Sponsoren, die zur Verwirklichung des grünen Klassenzimmers beigetragen haben. Alleine 1500 Euros steuerte das Erzbischöflichen Ordinariat bei. Weitere Spenden kamen vom Franz-Geiger-Verein, dem Lions-Club Wolfratshausen-Geretsried, der Sparkasse Bad Tölz Wolfratshausen, dem Freundeskreis St. Matthias Waldram, Weku Fenster & Türen, Tunap, der Firma Krämmel, der Stadt und den Stadtwerken Wolfratshausen sowie vom Raiffeisen Bau- und Warencenter Thanning/Lenggries/Warngau. Insgesamt kamen so 12600 Euro zusammen.
Werden weitere Paten für Obstbäume gefunden, soll das Klassenzimmer im Grünen im Sinne der Nachhaltigkeit um eine Kräuterschnecke, eine Boulebahn, eine Imkerei und eventuell um einen „hängenden Garten“ erweiteret werden.

Peter Herrmann
Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 164, vom 19. Juli 2017, Lokales S. 3

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Rückmeldung einer Absolventin über die Schule

Da gibt es viele.

Es sind vor allem die kleinen Sachen, die so besonderes sind.  Jedes Mal, wenn jemand die Tür ein bisschen länger aufhält, sodass  man auch noch hindurchgehen kann.
Jedes Mal, wenn man mit einem „Guten Morgen“ in der Schule willkommen geheißen wird. Jedes Mal, wenn man eigentlich etwas erledigen möchte, aber alle zwei Meter ein neuer Mensch mit einem reden möchte.
Jedes Mal, wenn ich was in Mathe kapier. Jedes Mal, wenn man mit den unterschiedlichsten Leuten in der Mensa/Sofa/Bierstubn/Zimmer/Klassenzimmer/draußen zusammensitzt und über Gott und die Welt philosophiert.

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Das Jüngste Gericht oder: So muss Kunst!

<xml></xml>Mit einem der aufwändigsten Abistreiche seit Langem hat sich der Abiturjahrgang 2017 des Gymnasiums und Kollegs St. Matthias in Waldram am Freitagvon der ganzen Schulfamilie verabschiedet. Bevor es mit der in der Schulaula mit dem „Jüngsten Gericht“ so richtig zur Sache ging, mussten sich Schüler und Lehrer wie am Flughafen durch eine lange Schlange von Gängen kämpfen, um überhaupt in die Schule zu kommen.
Nach der Eingangstür waren Turnierpferd-Hindernisse zu überwinden werden. Man musste über ein Trampolin springen und sich in den ersten Stock im Kriechgang hinaufquälen – mit Hilfe von Unmengen Klebeband und Plastikfolien war ein aufrechter Gang nicht mehr möglich. „Wir gestehen, dass wir ökologisch gesündigt haben“, gestand Abiturient Dominik Odermatt, „aber es ging einfach nicht anders. Dieses Opfer musste gebracht werden.“ Die 38 Absolventen hatten die ganze Nacht geschuftet. Sie schleppten, bauten und klebten, sie bliesen Luftballons mit Hilfe eines Kompressors auf und verwandelten die Stahl-Plastik vor der Schule mit Hilfe von Papier und Luftballons in „richtige“ Kunst.
Nach der Pause war dann Termin für alle in der Aula – das „Jüngste Gericht“ unter Vorsitz von Odermatt saß über die an der Abiturprüfung beteiligte Lehrerschaft zu Gericht. In Zweier- oder Vierergruppen mussten sich die Pauker der Anklage stellen und um den Einzug in Himmel oder Hölle kämpfen. Spielleiterin Lara Scheidmantel ließ Deutschlehrer Gedichte verfassen – in zwei Minuten zum vom Plenum vorgegebenen Thema „Dieselmotor“, Mathematiker mussten ein Ei in Toilettenpapier durch einen Slalom-Parcour balancieren und dabei hochkomplizierte Rechenaufgaben im Kopf lösen. Der jeweilige Sieger durfte im Himmel Platz nehmen, der Unterlegene musste mit harten hölzernen Höllen-Stühlen Vorlieb nehmen. War es Zufall, Fügung oder „göttlicher Wille“: Die komplette Schulleitung landete in der Hölle!
Höhepunkt war aber das Giganten-Rennen hochtouriger Boliden: Zwei Lehrer mussten sich auf zwei Original-Bobbycars setzen und sich von zwei Kolleginnen durch den abgesteckten Le-Mans-Kurs schieben lassen. Nach einer Stunde war dann leider alles schon wieder vorbei, und es ging an’s große Aufräumen.

Dieter Klug

Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 144, 26. Juni 2017, Lokales S. 3

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Fantasy in St. Matthias

Sie ist gebürtige Wolfratshauserin, studierte nach dem Abitur Journalistik, absolvierte eine Schauspielausbildung und schrieb bereits vier Romane.
Nun stellte sie den Schülern und Schülerinnen des St. Matthias Gymnasiums ihren neuen Fantasy-Roman „Pearl“ vor.
Möglich gemacht hat die Lesung die noch amtierende Leiterin dr Stadtbücherei Wolfratshausen, Andrea Poloczek. „Ich kenne ihre Werke schon lange und kann sie nur empfehlen“, sagte sie vor der Lesung. Nach ihren ersten drei Fantasy-Romanen „Bannwald“, „Blutwald“ und „Sternenwald“ stellte Julie Heiland vor Kurzem ihren neuesten Roman „Pearl – Liebe macht sterblich“ vor.
Auf ihrer Leserreise durch Deutschland machte sie nun in Waldram Station, um der ganzen Schulfamilie von St. Matthias und auch den Gästen ihr neues Werk zu präsentieren. Sie berichtete dabei auch aus der „Hexenküche“ einer erfolgreichen Fantasy-Autorin und gab viele Einblicke in ihr Leben.
So wirkte sie schon in einigen Fernsehspielen. „Seit meiner Jugend gehört meine ganze Liebe aber dem Schreiben“, verriet sie. Das merkten die Schüler auch bei der Lesung. Denn sie stellten der Schriftstellerin danach nicht nur viele Fragen, sondern erwarben auch den neuen Roman und ließen sich ihn anschließend signieren.
Abschließend zeigte Julie Heiland noch einige Fotos von Venedig – dem Schauplatz von „Pearl“. „Das war eine der lebendigsten Lesungen in St. Matthias – Julie Heiland schlug nicht nur mit ihrem Roman, sondern auch mit ihren ehrlichen und offenen Bekenntnissen alle in ihren Bann“, fasste Lehrer Dieter Klug zufrieden die Leseveranstaltung zusammen.

Peter Herrmann

Quelle: Das Gelbe Blatt am Wochenende, Nr. 23, vom 10. Juni 2017, S. 6

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Sieben Mal eine Eins vor dem Komma

Durchweg strahlende Gesichter gab es am Freitag bei der Bekanntgabe der Abi-Noten am Gymnasium und Kolleg St. Matthias in Waldram zu sehen. 38 Schülerinnen und Schüler fieberten dem entscheidenden Moment entgegen – aus Datenschutzgründen wurden sie einzeln ins Lehrerzimmer gerufen.
Oberstufen-Koordinator Stefan Feistl war mit der Leistung des Abschlussjahrgangs 2017 sehr zufrieden. Der Notendurchschnitt im Gymnasium St. Matthias liegt bei 2,42,im Kolleg bei 2,6. Eine glatte 1,0 hat Julian Wüste-Rieback (20) aus Wolfratshausen geschafft. Von 38 Abiturienten haben sieben eine Eins vor dem Komma. Jetzt ist erst einmal Entspannung angesagt, am 30. Juni findet die Zeugnisvergabe statt.
Julian Wüste-Rieback (Gymnasium) nennt niemand einen Streber. „Es war eine einmalige Zeit mit kompetenten Lehrern und vielen guten Freunden“, sagt der Primus. Er Will Mathematik in München studieren. Für dieses Ziel hat er „reingehauen“ und auf den letzten Metern „noch einen Sprint hingelegt“. Den Ausgleich zum Lernen holt er sich beim Sport. Rund 15 Stunden pro Woche tanzt der junge Mann auf Slack-Leinen und springt über Mauern beim sogenannten Parkour.
Neid unter den Schülern gebe es nicht, betont der 1,2er Abiturient Dominik Odermatt (Gymnasium). In St. Matthias herrsche ein kollegiales Klima: "Es ist gut, wenn’s einer mit einer herausragenden Note schafft – es spöttelt aber auch niemand, wenn jemand schlechtere Noten hat.“ Der 21-Jährige kommt aus Karlsruhe und wohnte in St. Matthias im Seminar. Er freut sich jetzt auf Neues, obwohl er Abschiedsschmerz verspüre. Er wird Theologie und Philosophie studieren, um Antworten zu finden: „Warum bin ich hier, und wie bringe ich mein Leben gut rum.“
Auch für Inka Dessel (Gymnasium) aus Wolfratshausen fängt mit einem 1,3er-Abi ein neuer Lebensabschnitt an. Schon im Januar sagte ihr die Firma Linde ein Duales Studium (Maschinenbau mit der Fachrichtung Veıfahrenstechnik) zu. Die18-Jährige tanzt Ballett und ist sehr technikaffin. Das Lernen habe ihr stets Spaß gemacht – „und ehrgeizig bin ich sowieso“.
Mit 34 Jahren ist Wolfgang Schantin aus Augsburg (Kolleg) nicht unbedingt früh dran. Nach Hauptschule, einer Lehre als Kfz-Mechaniker und Angestellter im öffentlichen Dienst will er (Abi-Note 2,4) ein Theologie-Studium beginnen. „Es war schon eine große Entscheidung, alles hinter mir zu lassen und noch einmal neu anzufangen“, sagt Schantin; der heuer älteste Absolvent des Kollegs St.Matthias.

Andreas Weber

Quelle: isar-Loisachbote, Nr. 127 vom 3./4./5. Juni 2017, Lokales S. 3

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Julie Heiland liest im Waldramer Gymnasium und Kolleg St. Matthias

Julie Heiland liest im Waldramer Gymnasium und Kolleg St. Matthias

Die bekannte Fantasy-Autorin Julie Heiland – übrigens ein echtes Kind der Loisachstadt – kommt am Donnerstag, 1. Juni 2017, für eine Lesung ans Gymnasium St. Matthias. Möglich gemacht hat dies die rührige Leiterin der Stadtbücherei Wolfratshausen, Andrea Poloczek, die Julie Heiland und ihre Werke schon lange kennt und sich und uns damit ein ganz besonderes Erlebnis vermittelt.

Nach ihren ersten drei Fantasy-Romanen „Bannwald“, „Blutwald“ und „Sternenwald“ stellte Julie Heiland erst vor wenigen Tagen ihren neuesten Roman „PEARL – Liebe macht sterblich“ vor. Auf ihrer Lesereise durch Deutschland macht sie eben auch in Waldram Station, um der ganzen Schulfamilie von St. Matthias und auch den Gästen ihr neues Werk zu präsentieren. Sie wird dabei aber auch aus der „Hexenküche“ einer erfolgreichen und heiß geliebten Fantasy-Autorin berichten und Einblicke in das Leben einer Autorin geben, die sich mit dem Schreiben ihren Lebenstraum erfüllte.

Julie Heiland wurde 1991 geboren, studierte nach ihrem Abitur Journalistik und absolvierte parallel dazu eine Schauspiel- und Rhetorik-Ausbildung. Sie spielte in einigen Fernsehspielen mit, doch gehört seit ihrer Jugend ihre ganze Liebe dem Schreiben.

Lassen Sie sich also für knapp zwei Stunden in eine vielleicht fremde Welt entführen und seien Sie in der Aula von St. Matthias herzlich willkommen. Die Lesung beginnt am 1. Juni 2017 um 11.15 Uhr, der Eintritt ist frei.

An einem Büchertisch können die Werke Julie Heilands erworben werden, die Autorin wird auch gerne signieren.

Dieter Klug, StD i.K

Die Autorin über sich selbst:
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen, ländlich geprägten Nest in der Nähe von München. Mein Spielplatz war die Natur. So ziemlich jeden Tag kam ich schlammbespritzt und mit neuen Kratzern nach Hause. Meine bunten Fantasien habe ich schon früh versucht zu Blatt zu bringen: Mit sechs Jahren veröffentlichte ich im Familienkreise meinen ersten 5-Seiten Roman: "Die Wichteln unter der Erde". Irgendwann wurde das Schreiben zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Ich studierte Journalistik, machte nebenbei eine Schauspielausbildung und schrieb was das Zeug hält. "Bannwald" ist mein erster Roman und Auftakt einer Trilogie. Ich liebe den nahen Kontakt zu meinen Lesern, deshalb freue ich mich immer sehr über Nachrichten, Rezensionen oder den Besuch auf meiner Autorenseite: Opens external link in new windowwww.julie-heiland.de

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Spätberufen zum Fachabitur

Die Stiftung St. Matthias in Wolfratshausen-Waldram erweitert ihr Angebot: Ab dem Schuljahr 2017/18 wird zusätzlich zu Gymnasium und Kolleg eine Fachoberschule (FOS) eröffnet. Das bisherige Spätberufenenseminar steht als „Wohnen Plus“ nun allen jungen Menschen offen und bietet gemeinschaftliche Aktivitäten. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 7. Mai, von 14 bis 17 Uhr werden die Bildungsmöglichkeiten vorgestellt.
Auf unterschiedlichen Wegen können junge Menschen in St. Matthias das Abitur machen: Wer mit einem Mittleren Schulabschluss oder einem Qualifizierenden Hauptschulabschluss kommt, besucht das Gymnasium mit den Klassen 10 bis 12. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine zweijährige Berufstätigkeit vorzuweisen hat, besucht das Kolleg mit den Klassen I bis III. Verschiedene Vorkurse helfen gegebenenfalls, den Anschluss zu finden.
Neu ist ab dem kommenden Schuljahr die Möglichkeit, auf der FOS in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen in zwei Jahren die Fachhochschulreife zu erwerben. Und das bei durchaus interessanten Rahmenbedingungen. Denn: Die maximale Klassengröße umfasst 24 Schüler. Auch „Wohnen Plus“ ist offen für alle volljährigen Abituranwärter, die ihren Alltag gemeinsam mit anderen gestalten wollen. Ein umfangreiches geistliches Angebot ergänzt das Zusammenleben. So feiern die Bewohner regelmäßig gemeinsam Gottesdienst und tauschen sich über ihren Glauben aus. Die geistliche Begleitung unterstützt bei der beruflichen Zukunft und einer möglichen Berufung zu einem kirchlichen Dienst.
Die Stiftung St. Matthias wurde 1927 von der Erzdiözese München und Freising gegründet und war die erste Einrichtung des zweiten Billungweges in Bayern. Sie eröffnete zunächst jungen Männern aus ganz Bayern die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen und Priester zu werden. Der Patron, der Heilige Matthias, ist der „Spätberufene“ unter den Aposteln, denn er wurde nach der Himmelfahrt Christi von den anderen Aposteln zum Nachfolger des Judas gewählt.

Quelle: Das Gelbe Blatt, 18/2017, 06.05.2017, S. 1

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