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Erinnerungsmanufaktur

Welche Farbe hat deine Erinnerung? – Installation zum Mitmachen in St. Matthias

Jeder Mensch hat nicht nur, sondern ist Erinnerung. Sie macht uns zu dem, was wir sind. Sich zu erinnern bedeutet, die eigene Identität zu verstehen. Unsere ganze Lebensgeschichte besteht aus Erinnerungen. Einige davon sind schwer, weil sie Geschichten des Scheiterns oder des Verlustes sind. Aber viele von ihnen sind auch schön. Sie bestärken uns bis in die Gegenwart hinein und motivieren uns, die eigene Zukunft aktiv zu gestalten.

Mit einer  Erinnerungsmanufaktur haben Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Mitarbeitenden von St. Matthias am letzten Dienstag ihre ganz persönlichen Erinnerungen sichtbar gemacht.

Erinnerungsmanufaktur – Wie geht das?

Jede und jeder notierte auf einem Etikett eine persönliche Erinnerung, die ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist. Dieses Etikett wurde an mitgebrachten Gläsern mit klarem Wasser angebracht. Im Glas selbst wird die Erinnerung durch Farben sichtbar, die in das klare Wasser gegeben wurden. Abschließend wurden viele Gläser noch mit Aufklebern versehen, auf denen unterschiedliche Zitate aus der Bibel stehen. Beispielsweise ein Vers aus dem Buch Josua „Der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“ oder aus den Psalmen „Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.“. So wird deutlich, dass bei allem, was wir tun, Gott gegenwärtig ist.

Die Erinnerungsmanufaktur steht noch bis zum Beginn der Allerheiligenferien in St. Matthias. Bis dahin darf sie gern ergänzt oder einfach nur angeschaut werden. Gäste sind bis zum 26. Oktober 2018 in der Zeit von 8 bis 17 Uhr herzlich eingeladen, die Ergebnisse anzusehen oder selbst ein mitgebrachtes Glas mit einer Erinnerung zu füllen und sie hinzuzufügen.

Das Material wurde mit freundlicher Unterstützung der Stadtpastoral München zur Verfügung gestellt: www.erzbistum-muenchen.de/stadtpastoral

Sabrina Niehenke

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Gemeinsam gegen die Abgabefrist!

Unter diesem Motto stand am 19. Oktober 2018 die erste „Lange Nacht der aufgeschobenen W-Seminar-Arbeiten“ in St. Matthias.

So richtig aufgeschoben hatte die Arbeit zwar keiner der Abiturientinnen und Abiturienten. Einer von ihnen formulierte aber treffend: „In zwei Wochen ist Abgabe und wenn ich nicht hier wäre, würde ich nie im Leben an einem Freitagabend was für die W-Seminar-Arbeit tun.“

Mit genau diesem Ziel trafen wir uns um 19:30 Uhr in der Mensa der Schule. Neben Soul- und Brainfood gab es natürlich reichlich Kaffee und Tee für alle Teilnehmer. Nach einer kurzen Begrüßung und einem gemeinsamen Gebet starteten die ersten Schüler in die Arbeitsphase. Andere nahmen die Gelegenheit zu einem kleinen Warm-up mit Übungen zum kreativen Schreiben und selbstbewussten Präsentieren wahr. Wieder andere ergriffen die Gelegenheit, sich noch einmal Unterstützung bei den betreuenden Fachlehrern zu holen.

Lange Nacht der aufgeschobenen W-Seminararbeiten

Die anschließende Pause mit Pizza und Wachmacher-Yoga stärkte alle für den zweiten Teil der Nacht, in dem weitere Workshops und noch einmal Zeit zum Weiterschreiben und Feinschleifen der W-Seminar-Arbeit war.  Am Ende hatten alle das Gefühl etwas geschafft zu haben und fuhren zufrieden durch die Nacht nach Hause.
Ein besonderer Dank gilt den Fachlehrern, die die inhaltlichen Fragen der Schüler beantworteten sowie Frau Feistl, die für Fragen rund um das Formatieren der Arbeiten zur Verfügung stand und Cornelia Mezler und Valerie Schlott, die diese Nacht mit ihren Workshops bereichert haben. Im Fazit sprachen sich die Schüler dafür aus, dass es nächstes Jahr eine Wiederholung geben solle und dass sie es nicht bereuen, sich die Nacht um die Ohren geschlagen zu haben.

Sabrina Niehenke

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Zuwachs für das Wohnen ⊕

Wenn sich Eltern im Wohnbereich von St. Matthias tummeln und vor der Tür Kombis voller Kisten stehen, dann ist klar: Die Neuen sind da!
Eine neue Schülerin und vier neue Schüler haben nicht nur im Kolleg St. Matthias begonnen, sondern sind seit September auch Teil der Wohngemeinschaft im Haus. Damit besteht diese nun aus dreizehn jungen Erwachsenen, die im Haus lernen und leben.
Gleich am zweiten Wochenende nach Schulbeginn unternahm die ganze Wohngemeinschaft eine Fahrt nach Saalfelden am Steinernen Meer. Dort lernten wir Bruder Stan kennen, der seit zwei Jahren Eremit in der Einsiedelei am Palfen ist.
Der gebürtige Belgier schaut auf ein bewegtes Leben zurück. Er studierte Ingenieurswissenschaften und Theologie, war beim belgischen Militär, Sanitäter und verheirateter Familienvater. Inzwischen ist er Benediktiner und lebt von März bis Oktober auf knapp 1000 Metern ohne Strom und fließendes Wasser. Offen und mit viel Humor berichtete er von seinem Leben in der Einsiedelei („Manchmal bestellen die Leute Apfelstrudel und Kaffee bei mir.“), worauf es als Eremit ankommt („Man muss vor allem zuhören können!“)  und wie er das „Eremiten-Casting“ der Pfarrei für sich entschied.

Nach diesem schönen Start wünschen wir allen neuen Hausbewohnern weiterhin gutes Ankommen und freuen uns auf das gemeinsame Jahr mit allen!

Nächstes Schnupperwochenende

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Start-up Days für die neuen Klassen

Alle neuen Klassen von St. Matthias hatten in der zweiten Schulwoche Gelegenheit, noch einmal in entspanntem Rahmen miteinander in das Schuljahr zu starten und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Dazu interviewten sich die Schülerinnen und Schüler zu unterschiedlichen Fragen, die nicht leicht zu beantworten waren, wie „Auf was in deinem bisherigen Leben bist du so richtig stolz?“ oder „Welche drei Gegenstände würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen und warum?“. Dabei lernten sich auch diejenigen noch einmal näher kennen, die schon in ihrer früheren Schule miteinander in einer Klasse saßen.
Darüber hinaus hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich selbst noch besser kennenzulernen und die persönlichen Ziele für das erste Jahr auf der neuen Schule zu klären.
Auch das katholische Profil der Schulen St. Matthias spielte eine wichtige Rolle an diesem Vormittag. Mit Klebezetteln und Kugelschreibern ausgestattet, erkundeten die Klassen den Kirchenraum und stellten Fragen zu allem, was dort nicht selbsterklärend ist. Der persönliche Bezug zum Glauben und zur Kirche wurde ebenfalls in aller Offenheit thematisiert und die Schüler zogen das Fazit, dass auch hierin ein klarer Mehrwert besteht. Auf den Rückmeldebögen begründen sie diese Einschätzung: „Man lernt sich besser kennen und macht sich gemeinsam Gedanken zum Glauben und jeder erfährt von jedem, wie er zum Glauben steht. Man erfährt Sachen von seinen Mitschülern, die man sonst nicht erfahren hätte.“
Abschließend nahm sich der Stiftungsdirektor, Prof. Dr. Joachim Burkard, noch Zeit, alle Fragen zur Kirche und dem Leben als Priester zu beantworten. Der Vormittag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal.

Sabrina Niehenke

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Frohes neues Jahr!

In St. Matthias wurde das neue Jahr in der ersten Schulwoche mit einem Gottesdienst begrüßt. Das neue Jahr? Im September? Auf jeden Fall! Der Schuljahresbeginn ist auch immer ein Neuanfang – ähnlich wie beim Wechsel des Kalenderjahres. Am deutlichsten ist es wohl für unsere neuen Schülerinnen und Schüler und die sechs neuen Lehrkräfte, dass nun etwas Neues beginnt. Aber auch die „Alten“ fangen neu an und starten in ein Jahr voller Herausforderungen. So war das neue Jahr auch Thema des Gottesdienstes, den einige Schülerinnen schon vor den Sommerferien vorbereitet hatten.
Sarah Weiß, Kosta Kapalidis und Eduard Schweighardt übernahmen die musikalische Gestaltung. Sophie Donat trug einen Poetry Slam Text der Münchener Theologiestudentin Fee mit passenden Gedanken zum Neuanfang vor. Von einem radikalen Neuanfang berichtete der Lesungstext aus dem Markusevangelium, in dem Jesus die ersten Jünger beruft. Und wie es sich für einen Jahreswechsel gehört, formulierten alle Schüler und Lehrer Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr, die sie in den Himmel über Waldram schickten – zwar nicht mit Raketen, dafür aber mit Luftballons.
Für einen gelungenen Abschluss sorgte das Team der Hauswirtschaft, das alle mit einem leckeren Mittagessen in der Aula versorgte.
In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes, gesundes und gesegnetes neues (Schul-)Jahr.

Sabrina Niehenke

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2. Lesenacht in der Schule

  • Die Lesenacht findet am Mittwoch, dem 18.07., statt.
  • Beginn: 20.00 Uhr
  • Motto: “Schätze von Sankt Matthias und solche, die es werden wollen”
  • Wir wollen die Schätze der Bibliothek der Schule heben, dazu gehört
    – die Vorstellung der verschiedenen Abteilungen der Bibliothek
    – das Vorlesen aus eigenen Lieblingsbüchern
    – u. vieles andere mehr
  • Wer mag, kann in der Schule übernachten.
  • Neben dem geistigen ist auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Mitternachts-Pizza und Frühstück vor dem Unterricht
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Geschichtsstunde im Grünen

Sitzblöcke aus hellem Kalkstein, gelbe Sonnensegel, grüne Weinranken: Das neue Klassenzimmer im Freien am Gymnasium und Kolleg St. Matthias in Waldram ist luftig und schlicht gehalten. Dahinter steckt aber eine ganze Menge Arbeit: Zwei Jahre lang haben rund 20 Schüler und Lehrer klasseübergreifend in einer Projektgruppe an der Umsetzung getüftelt.
„Die Idee gab es schon lange, aber der richtige Platz war immer die Schwierigkeit“, berichtet Josef vom Schülerteam. In Abstimmung mit der Schule einigte sich die Gruppe schließlich darauf, dass das steinerne Halbrund an den kleinen Pausenhof angrenzen soll. „Hier ist es organisch hineingewachsen“, sagt Biologielehrer Hans Bobe, der das Projekt betreut. “Unser Ziel war, ein stimmiges Ensemble zu gestalten. Keine 0815-Lösung, sondern etwas Kreatives.“
Vorab habe das Team viel nachgedacht, um ein stimmiges Konzept zu finden. Cornelia, die wie alle Schüler der Projektgruppe auch im Umweltteam aktiv ist, erklärt: „Die Hauptarbeit war, Sponsoren zu organisieren, die uns finanziell unterstützen.“ Firmen, Schulträger und das Ordinariat des Bistums München-Freising, das das Projekt durch die diözesenweite Aktion „Wir tragen Schöpfungsverantwortung“ angeregt hatte, beteiligten sich. Die jungen Erwachsenen: legten bei ihrer Arbeit Wert auf regionales sowie nachhaltiges Material und packten so oft wie möglich selbst an.
„Natürlich musste eine Firma die Steine herschaffen und das Fundament legen“, berichtet Donja.  Doch die Schüler bauten das Modell dafür, gruben die Löcher für die Stützpfeiler des Sonnensegels und halfen, die angrenzende Obstbaumallee und den Wie anzupflanzen. Die Begrünung soll später als Sichtschutz dienen.
Johanna ist von dem Freiluft-Klassenzimmer begeistert: ,,Bei schönem Wetter will man nicht drinnen sitzen, sondern raus. Da ist die Motivation auch gleich größer.“ Vor allem Fächer wie Geschichte, in denen die Diskussion im Vordergrund steht, könnten draußen gut unterrichtet werden. Mitschüler Josef war bereits mit seinem Deutschkurs hier. „Wir lesen gerade Woyzeck – das war super, denn .hier konnten wir einige Szenen gut nachspielen.“
Die Mathestunde dagegen können sich die Schüler weniger gut im Freien vorstellen. In der Geometriestunde gerade Linien zu zeichen, funktioniere auf der normalen Schulbank schon besser. Aber theoretisch wäre es im Grünen Klassenzimmer möglich, denn es gibt sowohl eine Tafel auf Rollen als auch Schreibunterlagen.
Übrigens: Die Belegung des Unterrichtsraums funktioniert nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Probleme hat es laut den Schülern aber noch keine gegeben – und einen Belegungsplan brauche es auch nicht. Das liege aber nicht daran, dass einige der Lehrer lieber drinnen unterrichten wollen. „Alle machen mit. Es gibt keinen, der sich nicht überreden ließe“, sagt Donja schmunzelnd.

Magdalena Höcherl

Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 158, 12. Juli 2018, Lokales S. 3

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Klassenzimmer im Grünen

Freilicht-Lernort

Gymnasium und Kolleg Sankt Matthias schaffen unter dem Titel “Waldram-Philharmonie” ein Klassenzimmer im Grünen. Weitere Ideen für Umweltprojekte liegen bereits in der Schublade

Vielleicht werden sie noch in 30 Jahren Trauben und Apfel ernten können, die Schüler des Gymnasiums und Kollegs Sankt Matthias Waldram. Weinpflanzen und Apfelbäume bilden den natürlichen Rahmen des Klassenzimmers im Grünen im Hof der Schule. Am Donnerstag wurde es feierlich eröffnet.
Damit fand ein Projekt seinen Abschluss, das eine ganze Schulgemeinschaft über zwei Jahre beschäftigt hatte. Besonderes Engagement zeigte dabei das “Umweltteam“ unter Leitung von Hans Bobe, Lehrer für Chemie und Biologie. 23 Schüler, Lehrer und Hausangestellte, haben in ihrer Freizeit daran gearbeitet, dass heute die Waldramer Philharmonie, kurz ,,Walphi“, als Unterrichtsort, aber auch für Konzerte genutzt werden kann. Das Projekt ist Teil einer Reihe von Aktionen, die von der Erzdiözese München unterstützt werden unter dem Motto ,,Kirchliche Schulen übernehmen Schöpfungsverantwortung“. Bereits 18 Schulen beteiligen sich daran.
Wie aus diesem Vorhaben Wirklichkeit wird, ließ sich am Sommerfest der Schule sehen. Die Waldramer Philharmonie ist für Schüler und Lehrer ein Ort, an dem sich neue Perspektiven eröffnen. Wer im stickigen Klassenzimmer Gleichungen löst, sich über die Lichtbrechung Gedanken macht oder Klopstocks “Zürchersee“ liest, verliert dabei oft aus den Augen, dass diese Inhalte ihre Bedeutung erhalten, weil sie zwei Dinge miteinander verbinden: Mensch und Natur. Die “Walphi“ ermöglicht es, diesen Zusammenhang präsent zu machen.
Für alle am Projekt Beteiligten spielte daher der Aspekt  “Nachhaltigkeit und Dauer“ eine große Rolle. Das Klassenzimmer im Grünen ist kein Informationsstand, der nach kurzer Zeit ausgedient hat und spurlos verschwindet. Es bietet auch künftigen Schülergenerationen die Möglichkeit, sich im Schatten seines Sonnensegels Gedanken zu machen über den Rahmen des Kerncurriculums hinaus. Der Anspruch, etwas Dauerhaftes geschaffen zu haben, zeigt sich auch in der architektonischen Gestaltung. Die Steinblöcke aus heimischem Jurakalk wurden im Halbmond angeordnet, ähnlich den Theatern der klassischen Antike. Dass sich Nachhaltigkeit auch durch die Verwurzelung in der Region ausdrückt, betonte Bobe in seiner Begrüßung. Nicht nur die Steine seien regionalen Ursprungs, für die Obstbäume im Hintergrund wurde auf Pflanzen aus dem Umland zurückgegriffen.
Für Johanna Büntig, Schülerin an Sankt Matthias, war es neben den Umweltaspekten wichtig, etwas Praktisches zu machen. Deshalb hat sie sich im Umweltteam der Schule eingebracht. Zur praktischen Umsetzung eines solchen Projekts gehört auch die Organisation der Finanzierung. Um die insgesamt 18 000 Euro aufbringen zu können, mussten Sponsoren angeworben werden, eine Aktivität, die im regulären Schüleralltag nicht vorkommt. Auch hier konnten die Schüler Verantwortung übernehmen mit Unterstützung der Lehrkräfte.
Fritz Schnaller (SPD), Zweiter Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen, drückte seinen Respekt für diese Gemeinschaftsleistung aus, für die Phantasie der Beteiligten und das sichtbare Ergebnis. Die Waldramer Schule sei mittlerweile so schön geworden, „da würde ich selbst gerne nochmal anfangen“, sagte Schnaller. Anselm Kirchbichler, Leiter des diözesanen Projekts, zeigte sich zuversichtlich, dass die “Walphi“ auch nach ihrer Fertigstellung dazu beitragen werde, “Gleichgültigkeit abzubauen“ gegenüber Umweltthemen. Daran knüpfte Hans Bobe in seinem Schlusswort an. In Sankt Matthias bestehe kein Mangel an Ideen, wie man Eigenverantwortlichkeit gegenüber der Umwelt praktisch umsetze. Zum Beweis zeigte er eine Schublade, gefüllt mit von Schülern und Lehrern eingebrachten Vorschlägen, etwa zur Kultivierung von Bienenvölkern oder zur Reinigung mit effektiven Mikroorganismen. Der Tatendrang der Schulgemeinschaft ist groß.
Von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen zwei Jahre. Mit der Eröffnung des Freiluftklassenzimmers ist das Projekt abgeschlossen. Doch die ,,Walphi“ bleibt und wird noch viele Schüler daran erinnern, dass ökologisch verantwortungsbewusstes Handeln nur dem möglich ist, der sein Verhältnis zu Natur und Umwelt kennt.

Paul Schäufele

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 154, 7./8. Juli 2018, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, S. R8

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Rudger von Werden verstorben

Rudger (Utz) von Werden, Lehrer für Englisch und Geographie von 1967-77

Rudger von Werden, Lehrer für Englisch und Geographie am Gymnasium und Kolleg  St. Matthias von 1967 bis 1977, ist am 9. Juni 2018 im Alter von 79 Jahren gestorben:

Der Nachruf von Dieter Klug:

„Utz, gut, dass’d kommst!“

Eines hatte Rudger von Werden, Jahrgang 1939, von allen nur Utz genannt, mit seiner im Februar 2018 verstorbenen Frau Inge gemeinsam: Beide waren sie begeisterte und begeisternde Lehrer für Englisch und Geographie. Aber Utz hatte noch eine andere, viel größere Leidenschaft: die Berge! Wie andere Leute Briefmarken oder Bücher sammelte er Berggipfel – wenn es sein musste auch gleich Dutzende an einem Tag. Es gab ein legendäres Wochenende, an dem er mit Schülern in 60 Stunden über 50 Gipfel bestiegen hat.

Er war viel unterwegs, allein, mit seiner geliebten Hündin Sina – oder auch gern mit seiner Frau, seinen Bergspezln aus der Jugend, mit Kollegen oder seiner ebenfalls bergbegeisterten Tochter. Wenn der ‚Gipfelsammler‘ von seinen Bergen erzählte, strahlten und blitzten seine Augen.

Sonst lebte er bescheiden, wäre nie auf die Idee gekommen, ein tolles Auto zu fahren oder sich teure Klamotten zu kaufen – funktional musste alles sein. Wie auch Inge freute es ihn, seine vielen Freunde und Kollegen um sich zu haben, in Wolfratshausen oder in der herrlichen Provence. Und er genoss es, zum Weinholen zu fahren oder auch in die Natur und zu ganz alltäglichen Besorgungen. Er konnte gut zuhören, war belesen und vielseitig interessiert, und wenn es sein musste, ging er keinem Streitgespräch aus dem Weg. Aber er war immer ein ruhiger, kompetenter Diskutant. Sportlich und durchtrainiert, werden seinen Provence-Freunden seine Sprünge in den Swimming-Pool unvergessen bleiben, mit langem Anlauf und in perfekter Haltung.

Er konnte aber nicht nur gut erzählen, sondern war im Grunde immer in Aktion. Auch im Urlaub hielt es ihn nicht lange in Sessel und Liegestuhl: „Morgen geh‘ ich in die Berge“, verkündete er beim Abendessen, und am nächsten Morgen war er einfach weg und am Abend wieder da.

Seine Frau Inge, die im Februar starb, musste nur kurz auf ihn warten. Jetzt ist Utz zu seiner letzten Tour aufgebrochen, einer ewig langen, aber sicher sehr schönen: „Utz, gut dass’d kommst, ich hab so viel zu erzählen…“, wird ihn seine Frau empfangen. Nächstes Jahr hätte er seinen 80. Geburtstag feiern können.

Seine letzte Ruhestätte findet Utz bei seiner Inge in Wolfratshausen-Nantwein.

Dieter Klug

Quelle: Isar-Loisachbote, Nr. 143, vom 25.06.2018, S. 8

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St. Matthias beim Oberland Firmenlauf 2018

Bei äußerst guten äußeren Bedingungen nahmen 19 hoch motivierte “St. Matthias Runners” am Oberland Firmenlauf 2018 in Geretsried teil. Auch wenn dieses Mal die Strecke auf 4,2 Kilometer verkürzt war, waren alle mit Begeisterung bei diesem besonderen Event dabei.

Im Anschluss saßen die Sportler noch zusammen mit ihren Fans gemütlich beieinander.

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